Wirtschaftsinformatik – Zur konzeptuellen Rekonstruktion eines Fachgebiets

Foliensatz zur Abschiedsvorlesung

Abschiedsvorlesung, 25. Januar 2017

Wirtschaftsinformatik – Zur konzeptuellen Rekonstruktion eines Fachgebiets
Prof. Dr. Elmar J. Sinz
Erweiterte Zusammenfassung, im Nachgang zur Vorlesung abgefasst
Stand 05.02.2017

Seit den 1970er Jahren wird Wirtschaftsinformatik in breiterem Umfang im Rahmen des Studiums der Betriebswirtschaftslehre als Spezielle BWL angeboten. Der erste Lehrstuhl allerdings existierte bereits in den 1960er Jahren, der von Peter Mertens, 1968 an der Universität Linz gegründet. Seit den 1980er Jahren werden zunehmend eigene Studiengänge für Wirtschaftsinformatik eingerichtet. In Darmstadt und Mannheim die ersten in Deutschland, in Bamberg der dritte und gleichzeitig der erste in Bayern.

Ein noch junges Fach also, mit einem teilweise schillernden Fachverständnis (Seite 2). In den Rahmenempfehlungen für die Ausbildung in Wirtschaftsinformatik an Hochschulen, [...]

Zum Beitrag  

Grußwort zur Abschiedsvorlesung

Lieber Elmar,

vor etwas mehr als 4 Jahren, d.h. vor ca. 1500 Tagen, stand ich hier an dieser Stelle und sagte Ade. Es war für mich sowohl Abschied nehmen als auch Neubeginn. Es gab nun die Chance neue Dinge anzupacken, für die vorher keine Zeit war.

Nun also, Elmar, ist es Dein Turn. Gelegenheit, nochmals zurück zu blicken auf fast 30 Jahre Bamberg, die Du etwa hälftig in den Fakultäten SOWI und WIAI verbracht hast, über viele Jahre als Dekan.

Bei Deinem Beginn in Bamberg war gerade der neue Studiengang Wirtschaftsinformatik aus der Taufe gehoben. Initiatoren des Studiengangs waren damals die Kollegen Augsburger, Diruf und Gabele, denen ich hier nochmals meinen Dank aussprechen möchte. Ohne solche Kollegen entstehen keine neuen Stellen.

Dieser Studiengang war der erste Wirtschaftsinformatik-Studiengang in Bayern und der dritte in Deutschland, also Pionierleistungen der Kollegen. 1988 verstärkte Elmar Sinz diesen Studiengang und es begann eine steile [...]

Zum Beitrag  
Grußwort von Nils Herda

Grußwort von Nils Herda

Lieber Herr Sinz,

während Ihrer Verabschiedung in Bamberg sind bei mir eine Menge Erinnerungen hochgekommen. Mir wurde erst so richtig bewusst, wie sehr Sie mich fachlich geprägt haben und wie sehr das Bamberger Modell der Wirtschaftsinformatik meine Art zu denken bestimmt.

Das erste Mal habe ich Sie, sofern ich richtig erinnere, Anfang November 1990 angesichts der Erstsemestereinführung für das WS 1990/91 in der Feldkirchenstraße im F137 erlebt. Gemeinsam mit den Kommilitonen Alexander Queck, Christoph Breyer und Markus Heitkötter lauschten wir voller Ehrfurcht und bekamen einen ersten Überblick über das noch so junge Studium der Wirtschaftsinformatik. Die Vorlesungen für das erste Semester fanden damals im Audimax statt, die Übung hielt damals der neue Assistent Michael Amberg.

Die Wirtschaftsinformatik war seinerzeit ein Teil der Fakultät Sowi und mit den drei Lehrstühlen Augsburger, Bartmann und Sinz deutlich kleiner als heute. Vom ersten Semester [...]

Zum Beitrag  
Laudatio zur Abschiedsvorlesung

Laudatio zur Abschiedsvorlesung

Lieber Herr Prof. Sinz,

nachfolgender Text gibt im Wesentlichen meine Laudatio zu Ihrer Abschiedsvorlesung wieder. Zur besseren Verständlichkeit im Rahmen des Web-Auftritts habe ich jedoch einige Sätze umgestellt bzw. ergänzt.

Nach mittlerweile über 18 Jahren an Ihrem Lehrstuhl bzw. am Wissenschaftlichen Institut für Hochschulsoftware der Universität Bamberg (ihb) will ich hier meine Sicht auf Ihr Wirken innerhalb des Lehrstuhls wiederspiegeln [...]

Zum Beitrag  

Ein Grußwort eines Ehemaligen

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Sinz.

An unsere erste Begegnung kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ende der 80er waren Sie auf „Promotion Tournee“, welche Sie auch ins Berufsinformationszentrum des oberpfälzischen Ambergs führte.  Dort saß ich in den Reihen der angehenden Abiturienten und informierte mich über interessante Studiengänge.

Ihre damalige Darstellung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik in Bamberg faszinierte mich nicht alleine deshalb, weil Sie einen sehr engagierten, motivierenden Vortrag hielten. Während andere Lehrstuhlvertreter von diversen Bayerischen Hochschulen ihre Fächer sehr abstrakt und steckbriefartig vortrugen, stiegen Sie mit uns in die erste Vorlesung ein und schilderten das Unternehmensmodell nach Grochla. Ein paar Monate später habe ich das Modell als Erstsemester in Ihrer Vorlesung im Audimax der Feldkirchenstraße sofort wiedergefunden.

Ewig in Erinnerung wird mir auch der Fackelzug zu Ihrem Privatanwesen etwa [...]

Zum Beitrag  
Grußwort Holger Wittges

Grußwort Holger Wittges

Lieber Herr Sinz,

sehr oft und gerne denke ich an mein Studium  der Wirtschaftsinformatik 1991-1996 an der Universität Bamberg und insbesondere an Ihren Lehrstuhl mit dem tollen Team – mit Ihnen als Kapitän und Regina Henninges als Steuerfrau.

Nun, da über 20 Jahre vergangen sind, möchte ich Ihnen verraten, wie ich nach Bamberg kam und Ihnen auch ein paar weitere Erinnerungen mitteilen.

Als Professor könnte man ja meinen, dass die Auswahl des Studiengangs und Studienortes durch einen angehenden Studenten im Wesentlichen geprägt ist von Faktoren wie: „Wie ist das Ranking der Hochschule?“, „Wie ist die Qualität der Lehre?“  und „Wie ist die Publikationsstärke der Professoren?“

In meinem Fall war es nicht ganz so. Da ich mich schon in der Schule recht intensiv mit Informatik und der Konfiguration von PC-Hardware beschäftigt hatte, lag der Gedanke das neue Fach Wirtschaftsinformatik zu studieren nicht so fern. Universitäten, die einen [...]

Zum Beitrag  

FlexNow: Vom Projekt zum Produkt

Lieber Herr Sinz,

seit ich in Bamberg studierte und ihre Vorlesungen und Seminare besuchte, begleiten mich die Themen rund um die Entwicklung betrieblicher Informationssysteme in meinem Berufsleben. Nach meinem Ausflug in die freie Wirtschaft stellten Sie mich 2002 für das Projekt FlexNow ein. Auch hier konnte ich Ihr vermitteltes methodisch fundiertes Wissen in der Praxis anwenden.

Im Rahmen meiner Disseration versuchte ich durch die Untersuchung des Konzepts der Rolle im betrieblichen Informationssystem als Bündelung von Berechtigungen anhand von Aufgaben, eine Lücke zwischen den beiden Forschungsgebieten Informationssicherheit und betriebliches Informationssystem zu schließen. Die SOM-Methodik erwies sich auch hier als eine tragfähige Grundlage. Für Ihre Betreuung des nicht ganz so kurzen Weges bis zur Abgabe, Ihre Geduld sowie die fachlichen Ratschläge, von denen sich mir einige nicht immer sofort sondern erst nach viel Nachdenken erschlossen, möchte ich Ihnen [...]

Zum Beitrag  

Grußwort der Universitätsbibliothek

Lieber Herr Professor Sinz!

Si hortum in bibliotheca habes, deerit nihil

Dieses Zitat Ciceros trifft in besonderer Weise auf unsere ERBA-Bibliothek zu: Wenn du einen Garten (=ERBA-Park) und dazu noch eine Bibliothek (=ERBA-Bibliothek) hast, wird es dir an nichts fehlen.“

Wir wünschen Ihnen, dass es Ihnen auch in Ihrem neuen Lebensabschnitt an nichts fehlen wird: Gesundheit, Glück und Zeit für viele schönen Dinge. Unsere Bibliothek steht Ihnen immer offen!

Als Zeichen unserer Verbundenheit haben wir in der ERBA-Bibliothek einen „Abschiedsapparat“ angelegt, der einen kleinen Ausschnitt aus Ihrer umfangreichen Forschungsarbeit repräsentieren soll. Wir hoffen, dass Sie Ihre Freude daran haben, wenn viele Studierende hier Ihre Werke (wieder-)entdecken können.

Herzlichen Dank für die immer gute Zusammenarbeit und alles Gute!

Ihre Universitätsbibliothek Bamberg

Zum Beitrag  

Grußwort von Stefan Walburg

Lieber Herr Sinz,

auch ich möchte Ihnen meine besten Wünsche für den bevorstehenden und mehr als wohlverdienten Ruhestand zukommen lassen. Als eine zentrale Leitfigur der Wirtschaftsinformatik können Sie mit Stolz auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken.

Ich erinnere mich sehr gerne an die Zeit als Bamberger WI-Student und anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an Ihrem Institut für Hochschulsoftware zurück. Damals hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die von Ihnen gelehrten Wirkprinzipien der Wirtschaftsinformatik in einem so schnelllebigen Umfeld in keinster Weise an Relevanz verlieren und mir bis zum heutigen Tag als methodisches Rückgrat in meinem beruflichen Alltag dienen würden. Auch Ihre Unterstützung während meiner Promotion sowie in beruflichen Entscheidungsprozessen werde ich in bester und dankbarer Erinnerung behalten.

Für Ihren neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit, viel Zeit mit Ihrer Familie [...]

Zum Beitrag  
Erinnerung und Dank

Erinnerung und Dank

Sehr geehrter Herr Sinz,

im Gegensatz zu digitalen Medien sieht man dieser Fotografie ihr Alter an. Eine wunderschöne Erinnerung an die Zeit als Björn Skottke und ich als wissenschaftliche Hilfskräfte an Ihrem Lehrstuhl gearbeitet haben. Die beiden Workstations, die zu diesem Anlass von HP übergeben worden sind, hatten jede genau einen 486er Prozessor und megabyteweise RAM – wir waren begeistert. Ein Highlight war sicherlich auch die Reaktion von Werner Esswein, als Björn und ich ihm heimlich ein Pinup als Windows-Hintergrundbild installiert hatten, ’suzy.jpg‘, den Namen werde ich nie vergessen. Ich denke oft und gerne an diese Zeit zurück.

Ich habe Sie immer als meinen großen akademischen Lehrer und Mentor gesehen, und dieser Anlass scheint mir geeignet, mich dafür endlich mal zu bedanken.

Benedikt Wismans

Zum Beitrag